ChG Bigband im Seniorenzentrum Wartberghöhe

10.01.2018

Den Zauber der Weihnachtszeit verbreiten, das war das Ziel eines Adventskonzert der Bigband des Chiemgau-Gymnasiums im Traunsteiner Seniorenzentrum auf der Wartberghöhe. Die von Studienrätin Christina Pigerl dirigierte Bläsergruppe mit acht Instrumentalisten begeisterte dabei mit besinnlichen Weihnachtsliedern, zu denen die Senioren ergriffen mitsummten. Das Konzert bildete den Abschluss des P-Seminars „Brücken zwischen den Generationen – Zusammenarbeit zwischen Seniorenheim und Gymnasium“.
 
Ziel des Seminars war es, den Schülern die Lebenssituation alter Menschen näherzubringen und das gegenseitige Verständnis von zwei so unterschiedlichen Generationen zu fördern. Unter Leitung von Oberstudienrätin Gabriele Deibler-Kiechle erfolgte zunächst eine grundlegende Erörterung des Themas „Altern“ mithilfe von Referaten der Jugendlichen zu „Wohnen im Alter“, „Krankheiten im Alter“, „Patientenverfügungen“ oder „Tod/Sterben“. Ergänzend hierzu unternahmen die Schüler einen Besuch auf die Palliativstation des Klinikums Traunstein. Die Stationsleiterin Frau Folwaczny erläuterte dabei eindrucksvoll, wie sie und ihr Team schwer erkrankten, oft auch alten Menschen versuchen, neue Lebensqualität zu schenken.
Ein weiterer Teil des Unterrichts bezog sich auf die beruflichen Möglichkeiten, die angesichts der demografischen Entwicklung hin zu einer überalterten Bevölkerung recht zahlreich sind. Dabei wurde der Bogen über pflegerische Tätigkeiten, Sozialpädagogik und Psychologie bis  hin zur Medizin gespannt. Die Ausbildungswege bzw. Studiengänge und die beruflichen Aussichten wurden ausführlich skizziert.
Der praktische Abschnitt des Seminars umfasste die Zusammenarbeit mit verschiedenen Altenheimen der Region. Die Gymnasiasten bildeten Kleingruppen und statteten „ihrem“ Altenheim regelmäßige Besuche ab. Sie nahmen sich Zeit für die Senioren, unterstützten das Pflegepersonal bei Spielenachmittagen, Kegelpartien, beim gemeinsamen Musizieren und bei Spaziergängen. Die Bewohner der Altenheime hatten zunehmend Freude an den Besuchen, sodass sich teilweise auch ein Vertrauensverhältnis entwickelte. Besonders beeindruckt waren die Schüler von den Erzählungen der Senioren über ihre Jugenderlebnisse. Auf diese Weise wuchs das Verständnis für die ältere Generation. Zusätzlich erlebten die Jugendlichen auch die enormen Herausforderungen, mit denen das Personal eines Altenheims konfrontiert ist: Immobilität, Gebrechlichkeit, Inkontinenz, Altersdepression, kognitive Störungen, Demenz und akute körperliche Erkrankungen.
Als Abschluss ihrer Besuche gestalteten die Gruppen jeweils einen Gottesdienst oder organisierten ein Konzert für die Bewohner ihres Altenheims. Besonders von den musikalischen Darbietungen waren die Senioren sichtlich ergriffen und spendeten reichlich Lob.
Unterstützend  brachten sich auch die Schüler der 5. und 6. Klassen des Chiemgau-Gymnasiums ein. Sie bastelten eifrig Weihnachtskarten für die Bewohner der Seniorenheime und konnten ihnen dadurch eine weitere kleine Freude bereiten.
Durch die Projekte gelang zweifelsohne ein Brückenschlag zwischen den Generationen. Den Senioren gab der Kontakt mit den Schülern vielfach Auftrieb, für die Jugendlichen bot sich ein einmaliger Einblick in verschiedene Aspekte des Alterns und ein beachtlicher Gewinn an Lebenserfahrung.

Chg Bigband im Seniorenheim
Chg Bigband im Seniorenheim 2

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