Mädchen machen Technik

Seit 2011 arbeitet das ChG mit der Agentur „Mädchen in Wissenschaft und Technik“ der Technischen Universität München im Rahmen des Schulprogramms „Mädchen machen Technik“ zusammen.

 
Ziele sind, Mädchen für Naturwissenschaft und Technik zu interessieren und ihnen die Erfahrung zu vermitteln, dass der Umgang mit Naturwissenschaft und Technik spannend, lustvoll und spielerisch ist.
 
In dieser Kooperation werden Projekte zu folgenden Themen angeboten: 

  • Robotik
  • Aeronautik
  • Chemie
  • Architektur
  • Elektrotechnik
  • Gehirnforschung

Mädchen machen Technik 2018 - Strom aus Orangen:

mmt
 

2019

„Mädchen machen Technik“ am Chiemgau-Gymnasium
Projekttage der Schülerinnen der 7. Jahrgangsstufe

 Was bedeutet Chancengleichheit? Googelt man diesen Begriff, heißt es: „Chancengleichheit bezeichnet in modernen Gesellschaften das Recht auf einen gleichen Zugang zu Lebenschancen.“ Man meint ja, wir leben im Jahr 2019 in einer modernen Gesellschaft, in der jeder, egal ob Mädchen oder Junge, den Beruf ergreifen darf, den er will. Leider ist das in vielen Teilen der Welt noch nicht so. Manche Mädchen werden in unserem Alter schon verheiratet, müssen sich um den Haushalt kümmern und haben nicht die Chance, einen Beruf zu erlernen und eigenständig zu sein. Vor hundert Jahren waren mutige Frauen wie Marie Curie auch in Europa noch eine Ausnahme, mussten in dunklen Kellerräumen forschen, während die Männer an den Universitäten mit modernen Geräten arbeiteten. Inzwischen ist es in der westlichen Welt ganz normal, dass auch Frauen studieren, in der Gesellschaft eine wichtige Rolle übernehmen und wählen gehen. Zum Glück! Ich finde, man muss sich immer wieder klar machen, was Bildung für eine große Chance ist, auch wenn das dem einen oder anderen Schüler nicht immer bewusst ist. Jeder kann hier werden, was er will! Egal ob Maschinenbauerin,  Mechanikerin oder Mikrobiologin: Auch Frauen stehen theoretisch alle Wege offen.

 Trotzdem ist es im Moment noch so, dass technische Berufe nach wie vor überwiegend von Männern ausgeübt werden, aber es besteht Hoffnung auf Änderung: In den letzten zwei Tagen durften 36 Mädchen der siebten Jahrgangsstufe des Chiemgau-Gymnasiums in diesen Bereich hineinschnuppern, denn es kamen Dozenten der Technischen Universität München an unsere Schule, um uns Mädchen einen interessanten Einblick in die Welt der Technik zu geben.

In Chemiesälen zischte es aus vielen Reagenzgläsern, durch die neue Aula flog ein bunter Heißluftballon und schnell surrend kurvten kleine Roboter an Hindernissen vorbei. Ja, langweilig wurde es keinem von uns. Ich habe mich für das Projekt Aeronautik entschieden. Unser Ziel war es, einen aus Seidenpapier gebastelten Heißluftballon steigen zu lassen. Anfangs haben wir erst einmal einige Experimente zum Thema Luft und Dichte durchgeführt, außerdem mussten wir unseren Ballon genauestens konstruieren, damit dieser sich gut in der Luft hält. Unsere Projektleiter haben uns alles sehr gut erklärt und sogar frisches Obst mitgebracht, um uns zu verdeutlichen, was Umfang bedeutet. Anschließend durften wir in einer Pause unsere „Heißluftballon-Orangen“ auch essen. Jeder in unserer Gruppe hat etwas Neues gelernt und selbst ein Maskottchen war mit am Start: „Fridolin, das Aero-Maskottchen“, selbstverständlich mit all unseren Unterschriften verziert, die uns immer an diese lehrreichen und interessanten Tage erinnern werden, an denen wir wirklich „hoch hinaus“ gekommen sind. Und wer weiß, vielleicht wird eine Schülerin von uns ja auch eines Tages an der TUM stehen und sagen: „Ja, ich bin Chemikerin!“ Oder Biologin, Physikerin, Informatikerin, Architektin oder Ingenieurin. Es gibt nämlich so viele Bereiche in der Wissenschaft, die es auf jeden Fall wert sind, dass man sich mit ihnen auseinandersetzt. Wenn auch Mädchen offen für Neues sind, werden aus den inzwischen 35% weiblichen Studenten an der TUM bestimmt noch mehr, die durch neue Lösungen und Entdeckungen zu einem besseren Leben auf der Erde beitragen. Angesichts drängender Probleme in der Welt sind diese Berufe wichtiger denn je. Also, hast du Lust bekommen, auch neue Bereiche zu erforschen und unbekannte Welten zu erkunden? Dann mach mit!

Die Schülerinnen der Projektgruppe "Aeronautik" lassen den an zwei Projekttagen entworfenen und gebauten Heißluftballon am Pausenhof des Chiemgau-Gymnasiums steigen.
Die Schülerinnen der Projektgruppe "Aeronautik" lassen den an zwei Projekttagen entworfenen und gebauten Heißluftballon am Pausenhof des Chiemgau-Gymnasiums steigen.
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